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Gründerzeit in Gusterath

Der industrielle Aufschwung begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Mit dem Bau der Eisenbahnlinie in den Hochwald begann ab 1890 die Erzwäsche im Gusterath-Tal. 1916 übernahm die Kölner Schuhfabrik Rollmann & Mayer die bestehenden Gebäude und begründete damit eine neue Ära. Zur Produktion von Schuhen kam es allerdings erst sechs Jahre später, nachdem die Geschäftsleute ROllmann, MIchael sowie KAufmann die ROMIKA Schuhfabrik AG gegründet hatten, die allerdings 1935 an der starken internationalen Konkurrenz auf dem Weltmarkt scheiterte und Konkurs anmelden musste. Als ROMIKA GmbH von dem Jungunternehmer Hellmuth Lemm 1936 neu gegründet, konnte sich die Schuhfabrik durch Fokussierung auf den nationalen Markt bis ins Jahr 1993 am Standort Gusterath-Tal behaupten. Als das Werk seine Tore schloss, verloren 3000 Angestellte ihre Arbeit. Danach wurde das Gelände saniert, die Vermarktung der Gebäude und Anlagen übernahm 1999 ein Zweckverband, bestehend aus der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, der Verbandsgemeinde Ruwer sowie den Ortsgemeinden Gusterath und Gutweiler. Zwei Schreinereien, darunter ein ökologischer Betrieb, ein Abbruchunternehmen, ein Mühlenbetrieb, ein Landschaftsbauer, eine Kfz-Reparaturwerkstatt sowie ein Reifenhandel und ein Architekt nutzen heute das Gelände, das übrigens noch reichlich Platz für neue Unternehmen bietet. Gründer sind daher jederzeit herzlich willkommen!